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12.12.2008

Förderungsstipendium zu historischen Gärten in Österreich vergeben

Die Forschung zu historischen Garten- und Parkanlagen in Österreich ist europaweit betrachtet ein junges Betätigungsfeld für junge und am Ende ihrer ersten universitären Ausbildung stehende Forscher/innen. Die Aufgabe der "Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten" ist es, vor allem bei jenen Anlagen, deren Schutz vom Gesetzgeber bisher nicht gewährt worden ist, die entsprechenden historischen, künstlerischen, sozialen und ästhetischen Werte zu erforschen und öffentlich zu machen.

Um jene engagierten jungen Menschen in diesem Forschungsfeld zu unterstützen und den historischen Gärten in Österreich die ihnen gebührende Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und in der Fachöffentlichkeit zu geben, wurde das 2006 erstmals vergebene Förderungsstipendium von der "Österreichischen Gesellschaft für Historische Gärten" für 2007/2008 erneut ausgeschrieben. Diplomarbeiten und Dissertationen von Studierenden österreichischer Universitäten über Anlagen, die bisher noch wenig erforscht sind und bei denen Quellen bearbeitet werden, die noch nicht veröffentlicht wurden, werden von der Fachjury bevorzugt.

Die Siegerin

Das Förderungsstipendium zum Themenfeld "Erforschung historischer Garten- und Parkanlagen in Österreich" in der Höhe von 1.000 EUR wurde am 3. Dezember 2008 in einem feierlichen Rahmen an Frau Magistra Astrid Göttche für ihre Diplomarbeit "Wiener Villengärten zwischen Historismus und Moderne. Eine Untersuchung anhand ausgewählter Beispiele" übergeben.

In ihrer Arbeit an der Universität Wien widmet sie sich dem Wandel vom landschaftlich geprägten Villengarten zum geometrisch gestalteten Landhausgarten, der im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in Wien deutlich sichtbar wurde. Göttche beantwortet unter anderem die Frage, ob und inwieweit Besitzer einer konservativ-historistischen Villenanlage stets einen traditionell-konservativen Landschaftsgarten besaßen, Bauherren moderner Villenanlagen aber eine architektonische Gartenanlage favorisierten. Mit ihrer Arbeit, so die Jury, verkleinert sie die Lücke in der Erforschung der Wiener Villengärten der Jahrhundertwende, die in ihrer Substanz still und heimlich langsam verschwinden.

Informationen zu den Auslobern: www.oeghg.at