Klima – Wandel – Alpen

Klima – Wandel – Alpen

Tourismus und Raumplanung im Wetterstress

Die Alpen gelten als Frühwarnsystem für die Auswirkungen des Klimawandels: Einerseits stieg die Durchschnittstemperatur in den Alpen in den letzten 50 Jahren doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt. Gleichzeitig reagiert der Alpenraum besonders sensibel auf Klimaveränderungen. Da das globale Klimasystem sehr träge reagiert, sind einschneidende Folgen selbst dann unvermeidlich, wenn internationale Klimaschutzziele verschärft und global umgesetzt würden.

Der Tagungsband von der Jahresfachtagung 2006 der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA richtet seinen Fokus auf die zunehmende Gefährdung alpiner Regionen durch Naturgefahren und die Folgen des Klimawandels für den Alpentourismus. Einen Schwerpunkt bildet die Vorstellung lokaler und regionaler Good-Practice-Beispiele, bei denen nachhaltige Strategien für den Umgang mit zunehmenden Naturgefahren und Anpassungsstrategien der Tourismuswirtschaft umgesetzt worden sind.

Ein wenig ärgerlich ist an der Publikation, dass Beiträge einerseits in den einzelnen Kapiteln unstrukturiert zusammengewürfelt wurden, andererseits die Themen fast ausschließlich nur kurz angeschnitten werden. Störend an der Publikation ist das mehr als gewöhnungsbedürftige unruhige Layout. Aber das soll die Leistung der engagierten Referenten/innen und der guten und nachahmenswerten Umsetzungsbeispiele in den Alpen nicht schmälern.

Christian Hlavac

Internationale Alpenschutzkommission CIPRA (Hrsg.): Klima – Wandel – Alpen. Tourismus und Raumplanung im Wetterstress. CIPRA Tagungsband 23/2006. oekom Verlag, München 2006. 143 S., ISBN-13: 978-3-86581-069-4; EUR 24,90



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