Lebensraum Denkmal
Lebensraum Denkmal
Obwohl vom Menschen geschaffen, ermöglichen Denkmäler einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wie ist der Einfluss dieser "Untermieter": Nützt oder schadet er dem ehrwürdigen Bauwerk und wie können Naturschutz (Artenschutz) und Denkmalschutz mit Synergieeffekten zusammenarbeiten? Diesen beiden Fragen widmete sich im Mai 2006 die Tagung "Lebensraum Denkmal". Veranstalter war der Bund Heimat und Umwelt (BHU) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Ergebnisse des Diskurses sind in der neu erschienenen Buchpublikation "Lebensraum Denkmal" nachzulesen.
In den 13 sehr engagierten Beiträgen werden einerseits die zahlreichen Dimensionen der Lebensräume in, an und bei Denkmälern und andererseits die Ansätze und Gemeinsamkeiten bei Naturschutz und Denkmalpflege sichtbar. Dass die Herangehensweisen bei ein und dem selben Thema je nach Ort unterschiedlich sein können, zeigen die beiden Beiträge über die Denkmalpflege bei ehemaligen Festungsanlagen (Festung Rosenberg und Burgruine Blankenberg).
Positiv ist anzumerken, dass in der Publikation der Begriff des Denkmals weit gefasst ist: Es geht z.B. nicht nur um adelige Denkmäler (Burgen), sondern auch um militärische (Festungen), religiöse (Kirchen) und alltägliche Gebrauchsdenkmäler, wie Parks, Friedhöfe und Dorflandschaften.
Die Publikation ist unentgeltlich über den BHU (www.bhu.de) zu beziehen, Spenden sind erwünscht.
Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (Hrsg.): Lebensraum Denkmal. Beiträge zur Tagung vom 2.-3. Mai 2006 in Osnabrück. Eigenverlag. Bonn 2007. 104 Seiten, ISBN 3-925374-75-2
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