Lexikon zur Tourismussoziologie

Lexikon zur Tourismussoziologie

Zuerst die gute Nachricht: Das im deutschsprachigen Raum einzigartige „Lexikon zur Tourismussoziologie“ ist gelungen. Es bietet eine Überblick über den sozial- und kulturwissenschaftlichen Ansatz bei der Behandlung des Phänomens Tourismus. Die inhaltliche Bandbreite reicht von z.B. Akkulturation über die „Edlen Wilden“, Entgrenzung, Ethnozentrismus, Gästebefragung, Individualisierung, Jagdtourismus (sic), kognitive Gleichgewichtstheorien, Massentourismus, Mußezeit, Narrenfreiheit, Nichtreisende, Post-Tourismus, Prostitutionstourismus, Reisezufriedenheit, Sanften Tourismus, Sozialtourismus, Stereotyp, Tourismusethik bis zu Touristenbeschimpfung und Wellness. Ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein umfassendes Sachregister ergänzen das Werk.

Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass im gesamten Lexikon das scharfe „ß“ verschwunden ist. Etwas ärgerlicher ist jedoch, dass unzulässige Verkürzungen vorgenommen wurden. So wird bei „Ökotourismus“ auf den Begriff „Alternativer Tourismus“ verwiesen und die Begriffe „Sanfter Tourismus“ mit „Nachhaltiger Tourismus“ und „Ökotourismus“ werden einfach gleichgesetzt, obwohl diese Begriffe jeweils eine eigene Genese aufweisen und unterschiedliche Ansätze in sich vereinen.


Christian Hlavac

 
Walter Kiefl, Reinhard Bachleitner (Hrsg.): Lexikon zur Tourismussoziologie. Profil Verlag, München 2005; 228 S., ISBN 3-89019-542-3; EUR 29,80



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