Obersalzberg 1933-1945

Obersalzberg 1933-1945

Ortsführer zu den Spuren der Vergangenheit

Wie schon bei den beiden vorangegangenen Pastfinder-Büchern „Berlin 1933-1945“ und „München 1933-1945“ (siehe Buchbesprechung unten) lässt sich über den Sinn von Reiseführern zu Stätten des Nationalsozialismus trefflich streiten. Mit den „Pastfindern 1933-1945“ des Ch. Links Verlags (Berlin) gibt es sie: Der Klappentext des aktuellen dritten Bandes der Reihe würde vermuten, dass die Leserinnen und Leser einen klassischen Reiseführer in der Hand halten, der die Zeugen des Nationalsozialismus als Vehikel für Geschäftemacherei nutzt. Die Pastfinder-Bücher sind jedoch engagierter Geschichtsunterricht in Text und Bild, der Fakten und Hintergründe kompakt, unaufdringlich und ohne Marktschreierei vermittelt und im vorliegenden Fall die Ortschaft Obersalzberg als zweiten Regierungssitz des „Deutschen Reiches“, Ort des „Berghofes“ und die Umgebung (Berchtesgaden, Salzburg und Umgebung) den interessierten Lesern/innen erschließt.Positiv zu bewerten ist der Hinweis am Beginn, wo Informationen über die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekommen sind. Karten der einzelnen besprochenen Gebiete erleichtern die Orientierung.

Christian Hlavac

Maik Kopleck: PastFinder Obersalzberg 1933-1945. Ortsführer zu den Spuren der Vergangenheit. Ch. Links Verlag, Berlin 2005; 62 S., ISBN 3-86153-355-3; EUR 9,90 / sFr 18,10



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